Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes "Amtliches Topographisch - Kartographisches Informationssystem"
(ATKIS®) der AdV werden im Land Brandenburg seit 1992
digitale topographische Daten für das Digitale Basis-Landschaftsmodell (Basis-DLM) erfasst.
Mit dem Aufbau des Landschaftsmodells und dessen
Aktualisierung steht dem Nutzer nicht nur ein objektstrukturierter
topographischer Vektordatenbestand abfrageorientiert
zur Verfügung, sondern er ermöglicht auch sehr
effektiv die Ableitung von Digitalen Topographischen Karten
(DTK) nach bundeseinheitlichen Signaturenkatalogen
(ATKIS®-SK).
Zunächst werden die DTK10 und DTK25 aus dem ATKIS®-
Basis-DLM abgeleitet. Sie lösen die herkömmlichen TK10
und TK25 ab. Künftig werden auch die TK50 und TK100 aus einem DLM50 abgeleitet werden.
Die Kartendrucke der DTK werden TK10 (ATKIS) bzw. TK25 (ATKIS) genannt.
Aus der Aktualitätsübersicht für den Maßstab 1 : 10 000 können Sie entnehmen, für welche Gebiete die neuen Karten erworben werden können. Die ersten Ableitungen der DTK25 bzw. TK25 (ATKIS) sind im Jahr 2004 verfügbar.

Alte Kartengrafik Neue Kartengrafik
Insgesamt wurde ein neuer Zeichenschlüssel verwendet, der nicht mehr so feingliedrig wie in den alten Musterblättern festgelegt ist, da sich die Funktion der Karte gewandelt hat. Sie stellt nicht mehr wie früher die Dokumentation der Ergebnisse der Landesvermessung dar (dafür gibt es nun das ATKIS®-Basis-DLM), sondern präsentiert die wesentlichen Inhalte aus dem Landschaftsmodell, die von der AdV bundeseinheitlich definiert wurden.
Mehr Infos: DTK-Präsentation (PDF-Datei, ca. 1,5 MByte) zum DTK-Fachgespräch am 10.04.2003 in Cottbus.
Seit 1991 werden im Landesvermessungsamt Brandenburg,
dem heutigen Landesbetrieb "Landesvermessung
und Geobasisinformation Brandenburg" (LGB), die Topographischen
Karten entsprechend den Festlegungen der
Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der
Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) bearbeitet.
Das beinhaltete die turnusmäßige Aktualisierung der von
der ehemaligen DDR übernommenen Kartenwerke, die
Anpassung des Karteninhaltes, des Zeichenschlüssels,
des Kartenblattschnitts und des geodätischen Bezugssystems
für alle Kartenmaßstäbe an den Standard der Altbundesländer.
In den Maßstäben 1 : 10 000 und 1 : 25 000
wurden diese Arbeiten in Brandenburg bisher ausschließlich
analog, also manuell durchgeführt und konnten im
Jahr 2001 abgeschlossen werden. Die Folgemaßstäbe
und die Herausgabe der Topographischen Sonderausgaben
werden bereits seit Ende der 90er Jahre mittels der
Software Rascon digital bearbeitet.
Nunmehr liegen die umgestellten Topographischen Kartenwerke in den Maßstäben 1 : 10 000 bis 1 : 100 000 flächendeckend als homegenes Kartenwerk für das Land Brandenburg vor.