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Höhenbestimmung mit GPS

Immer mehr geodätische Aufgaben werden mit Hilfe des Global Positioning System (GPS) ausgeführt. Höhenbestimmungen mit GPS liefern ellipsoidische Höhen, den Abstand des Geländepunktes vom Bezugsellipsoid. Ellipsoidische Höhen sind unabhängig vom Schwerefeld, somit realisieren sie gewohnte Vorstellungen über "horizontal" oder über "Niveau" wesentlich schlechter als durch Nivellement bestimmte Höhen. Deshalb sind GPS-Höhen in Gebrauchshöhen, d. h. in Höhen, die nivellitisch bestimmten Höhen nahe kommen, zu überführen.

Die Normalhöhen im System des DHHN92 beziehen sich auf das Quasigeoid durch den Amsterdamer Pegel. Als dichtes Gitter wurden die Abstände dieses Quasigeoids vom GRS80-Ellipsoid (Ellipsoid des Geodetic Reference System 1980) vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) im System des European Terrestrial Reference System 1989 (ETRS 1989) berechnet. Die Quasigeoidhöhen betragen im Land Brandenburg ungefähr 37 bis 43 m. Das Quasigeoid ist keine Niveaufläche, unterscheidet sich aber nur um wenige Meter von einer Niveaufläche in der Nähe des weltweiten mittleren Meeresspiegels, dem Geoid.

Für Punkte, deren ETRS89-Koordinaten vorgegeben werden, können BKG-Quasigeoidhöhen, auch Undulationen genannt, von der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg bestimmt werden. Die Genaugkeit der Undulationen beträgt im Flachland 1 bis 2 cm, im Gebirge und an den Rändern des Bearbeitungsgebietes 2 bis 3 cm. Unter Beachtung der Genauigkeit der Bestimmung der ellipsoidischen Höhen können somit für viele Zwecke Gebrauchshöhen im System des DHHN92 mit geringerer Genauigkeit durch

Gebrauchshöhe = ellipsoidische Höhe - Quasigeoidhöhe
(DHHN92)                  (GRS80)                    (BKG)

ermittelt werden.

Schema

 

 

© Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, letzte Änderung: 01.03.2013
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