| Verfasser | Artikel |
|---|---|
| Gunter Rodemerk | Historische Landesgrenzsteine im Landkreis Potsdam-Mittelmark |
| Andree Böger und Knut Seibt |
200 Jahre französisches Urmaß, 130 Jahre metrisches Maßsystem in Deutschland |
| Hans Kremer | Die Verzahnung von Liegenschaftskataster, Vermögenszuordnung und Grundbuch |
| Andreas Drees und Karl-Ludwig Völkel |
Bodenordnung und Landentwicklung mit den Instrumenten des LwAnpG |
| Joachim Schneidewind | Auf den Spuren von Lenné |
| Wolfram Schaal und Stefan Niedfeld |
Organisation und Aufgaben des Vermessungswesens bei der Deutschen Bahn; Berührungspunkte zum behördlichen Vermessungswesen der Landesverwaltungen |
| Achim Reif | Grundsatzpapier zum Beleihungswert von Immobilien |
| Hanns-Wilhelm Heibey | Chancen und Risiken neuer Technologien aus der Sicht des Datenschutzes |
| Mitteilungen | |
| Buchbesprechungen |
(Redaktionsschluß: 31. Januar 1999)
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Gunter Rodemerk
Trotz Nutzung modernster Technologien bei der Führung des Liegenschaftskatasters und der Diskussionen über die Notwendigkeit dauerhafter Grenzabmarkungen, erzeugt das Auffinden historischer Grenzmarkierungen bei vielen Geodäten eine besondere Freude. Große Aufmerksamkeit verdienen Grenzsteine, wenn sie mehrere Jahrhunderte wechselvoller Geschichte überstanden haben, ihre Betrachtung in Karten und Rissen verschiedener Epochen möglich ist und sie bis zum heutigen Tag unverändert den rechtmäßigen Grenzverlauf kennzeichnen. Die Rede ist von Landesgrenzsteinen auf der ehemaligen Grenze der Kurfürstentümer Sachsen und Brandenburg.
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Andree Böger und Knut Seibt
Messen und Maß sind Begriffe, die uns täglich begegnen. Ein Zusammenleben von Menschen ist heutzutage ohne Maß und ohne Messen nicht mehr vorstellbar. Das Messen ist so sehr Bestandteil unseres Lebens geworden, daß wir schon gar nicht mehr bemerken, wann wir etwas messen, was wir messen oder wie wir ein Meßergebnis zur Kenntnis nehmen und auswerten.
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Hans Kremer
Die kleinste gemeinsame Buchungseinheit im Spannungsfeld von Liegenschaftskataster, Vermögenszuordnung und Grundbuch ist das Flurstück. Die drei Eckpunkte des Spannungsfeldes sind kontinuierlichen Veränderungen unterworfen. Eine effiziente Grundbuchumschreibung bedingt flurstückskonkrete und detaillierte Basisinformationen bezüglich der Transparenz im Verwaltungshandeln der Vermögenszuordnungstellen (VZO-Stellen) sowie hinsichtlich der Flurstücksentwicklung im Liegenschaftskataster. Das Flurstück ist der systemimmanente Identifikator und dient zur DV-technischen Steuerung und Vorgangsverfolgung im Prozeß der Vermögenszuordnung. Mit diesem Identifikator werden komplexe Zusammenhänge wie zum Beispiel die noch nicht beantragten Flurstücke oder das Preußenvermögen als Vermögensgruppe bestimmt.
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Andreas Drees und Karl-Ludwig Völkel
Im Jahre 1993 wurde das rd. 5.000 ha große Bodenordnungsverfahren (BOV) Meyenburg im Landkreis Prignitz als eines der ersten Verfahren gemäß § 56 Landwirtschaftsanpassungsgesetzes (LwAnpG) im Land Brandenburg eingeleitet. Aber nicht nur die Aufgabe der Bodenordnung selbst, auch die Übertragung wesentlicher Befugnisse der Flurneuordnungsbehörden auf Beliehene, die mit der Durchführung der Verfahrens beauftragt wurden, stellte eine wesentliche Neuerung dar. Nachdem im Sommer 1998 die vorläufige Besitzregelung für das BOV Meyenburg erfolgt ist und die Vorlage des Bodenordnungsplanes nunmehr ansteht, ist der Zeitpunkt gekommen, die gesammelten Erfahrungen zusammenzufassen und Resümee zu ziehen.
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Joachim Schneidewind
1996 wurde das Flurneuordnungsverfahren "Bornimer (Lennésche) Feldflur" eingeleitet, das als ein bedeutendes Ziel die Wiederherstellung der wichtigsten Elemente der Lennéschen Feldflur als "Kulturlandschaft von großer Bedeutung" hat. Seit der Gestaltung durch Lenné haben sich die Nutzungsansprüche jedoch stark gewandelt. Dieses Verfahren muß daher aktuelle bodenordnerische Probleme im historischen Kontext lösen. Dabei ist der Zeitrahmen durch die im Jahre 2001 in Potsdam stattfindende Bundesgartenschau eng gesteckt. Im folgenden wird ein Überblick über die bisher erreichten Verfahrensschritte gegeben.
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Wolfram Schaal und Stefan Niedfeld
Die Entwicklung des Vermessungswesens der Bahn ging in beiden Teilen Deutschlands zunächst verschiedene Wege, um dann ab 1990 einheitlich aufgebaut zu werden. Besonders mit der Bahnreform (seit 1994) wurden die Struktur- und Aufgabenprofile neu bestimmt. Diese große Herausforderung, besonders im Zusammenhang mit der Bautätigkeit auf Europas größter Baustelle, wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Vermessung der Deutschen Bahn und dem behördlichen Vermessungswesen der Landesverwaltungen erleichtert.
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Achim Reif
Seit dem Jahr 1986 setzt sich der Verband deutscher Hypothekenbanken dafür ein, das Bewertungswesen zum Zwecke der hypothekarischen Kreditvergabe weiterzuentwickeln. Die Initiative mündete vor allem in der Gründung der HypZert-Gesellschaft zur Zertifizierung von Immobiliensachverständigen für die Beleihungswertermittlungen GmbH, die im Jahr 1996 gegründet wurde und der sich mittlerweile nahezu die gesamte Kreditwirtschaft angeschlossen hat. Ebenfalls im Jahr 1996 erstellte der Hypothekenverband in Zusammenarbeit mit dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen das im folgenden abgedruckte "Grundsatz- papier zum Beleihungswert von Immobilien", um insbesondere die unterschiedliche Zwecksetzung zwischen Verkehrswert nach Baugesetzbuch und Beleihungswert nach § 12 Hypothekenbankgesetz (HBG) herauszustellen. In der Zwischenzeit wurde vornehmlich die Methodik der Beleihungswertermittlung weiterentwickelt und im Jahr 1998 das Papier "Wesentliche Aspekte der Beleihungswertermittlung", wiederum in Zusammenarbeit mit dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen erstellt. Diese sogenannte "Neue Welt" behandelt besonders die Themen Mietausgangshöhe, Bewirtschaftungskosten und Mindestkapitalisierungszinssatz. Auf Nachfrage kann die Ausarbeitung beim Verband deutscher Hypothekenbanken kostenlos angefordert werden.
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Hanns-Wilhelm Heibey
Der Weg in die Informationsgesellschaft wird durch den technischen Fortschritt bei den Informations- und Kommunikationstechniken gebahnt. Die Abhängigkeit der wichtigsten gesellschaftlichen Prozesse von der Sicherheit und Zuverlässigkeit solcher Systeme wächst derzeit noch stärker als das Bemühen, diese Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten und als wesentliches Gestaltungsziel moderner Technologien durchzusetzen. Für die informationstechnische Sicherheit werden jedoch gegenwärtig die methodischen Grundlagen gesetzt, die es möglich machen sollen, die vernetzte Gesellschaft, den elektronischen Handel und die Geldflüsse im "Cyberspace" beherrschbar zu machen. Auch demokratische Errungenschaften wie die Rücksichtnahme auf die Persönlichkeitsrechte der Bürger, das Recht auf Privatheit und informationelle Selbstbestimmung als Voraussetzung für die freie Entfaltung der Persönlichkeit müssen nicht auf dem Altar der Technik geopfert werden. "Datenschutz durch Technik" bietet die Chance, "altmodische" Werte wie Persönlichkeitsrechte in die Informationsgesellschaft hinüberzuretten.
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Mitteilungen
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Buchbesprechungen
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