| Verfasser | Artikel |
|---|---|
| Heinrich Tilly | Hat die Irrationalität Überhand genommen? |
| Franz Blaser | Das Geodateninfrastrukturgesetz Brandenburg |
| Gisela Fabian | Die amtlichen Geobasisdienste – zukunftsorientiert und vielseitig nutzbar? |
| Gerd Buziek | Geoinformation – Quo Vadis? |
| Chris Anderson | „Stärker als Geld allein” |
| Dirk Grapengießer Carsten von Rymon-Lipinski |
Pilotprojekt „3D-Stadtmodelle für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)” |
| Beate Ehlers | Neues Landesrecht für die Gutachterausschüsse |
| Hartmut Asche Rita Engemaier Julia Hoffmann |
Der Masterstudiengang Geoinformation und Visualisierung an der Universität Potsdam |
| Heinz-Hermann Herbers | Zeit für Veränderung |
| Wolfgang Crom | „Nennen Sie mir einmal einen Kartographen!” |
| Mitteilungen | |
| click ins web | |
| Buchbesprechungen | |
| aufgespießt | |
| Aus dem Angebot der LGB |
(Redaktionsschluss: 20.09.2010)
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Heinrich Tilly
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Franz Blaser
Im Aufbauprozess der Geodateninfrastruktur des Landes Brandenburg stellen die Infrastructure for Spatial Information in Europe (INSPIRE)-Richtlinie der Europäischen Union (EU) und das Geodateninfrastrukturgesetz als INSPIRE-Umsetzung einen entscheidenden Meilenstein dar. Mit ihnen konnten Pfl ichten für die Geodaten und Geodatendienste bereitstellenden Behörden einerseits und Rechte der Nutzer andererseits begründet werden.
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Gisela Fabian
Die Planungs- und Entscheidungsprozesse in Wirtschaft, Verwaltung und Politik werden zunehmend georeferenziert; d. h. Fachinformationen werden immer mehr mit Geobasisdaten verknüpft und in Präsentationen im Internet und Intranet, auf Messen, bei Vorträgen und in Kundengesprächen visualisiert.
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Gerd Buziek
Es ist an der Zeit zu erkennen, dass Deutschland in Sachen Geoinformation dabei ist, den globalen Wettlauf der Kulturen um die Geodatenpräsenz im Internet zu verlieren. Es ist bislang nicht geschafft worden, einen flächendeckenden und alle Maßstabsebenen umfassenden, amtlichen Geodatenbestand webgerecht zur Verfügung zu stellen, der für Verwaltung und Industrie gleichermaßen nutzbar ist und mit dem die derzeitigen Möglichkeiten des Internets ausgeschöpft werden können. Zudem wirkt sich die geodatenbezogene Datenschutzdebatte wenig förderlich auf innovative Projekte aus und damit auch nachteilig auf den Innovationsstandort Deutschland.
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Chris Anderson
Der beste und einzig vernünftige Preis für die meisten Güter und Dienstleistungen ist null. Das behauptet der »Wired«-Chefredakteur Chris Anderson in seinem Buch „Free”, und er erklärt auch, warum das nicht zu allseitiger Verarmung führen muss. Aber das verstehen nur wenige Menschen über 30. Steffan Heuer, USA-Korrespondent des anspruchsvollen Wirtschaftsmagazins brand eins, führte mit Chris Anderson, Chefredakteur des US-Magazins „Wired”, ein Interview, das wir mit freundlicher Genehmigung hier abdrucken. Arnulf Christl von der Firma WhereGroup beleuchtete bereits in Heft 1/2008 von Vermessung Brandenburg die Idee dieses Geschäftsmodells. Anlass war die Podiumsdiskussion „Geodaten kostenlos” auf dem Geodätentag Brandenburg im September 2007. Die Sicht des Buchautors Chris Anderson stellt einen noch größeren Zusammenhang her.
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Dirk Grapengießer, Carsten von Rymon-Lipinski
Google, Microsoft und andere Firmen überbieten sich zurzeit bei dem Anspruch, die Welt mit immer detailreicheren Geodaten zu versorgen. Dabei werden neue Produkte kreiert und die Darstellung der dritten Dimension gewinnt an Bedeutung. Sind die vorhandenen Daten der Landesvermessung noch zeitgemäß oder durch Microsoft, Google und Nokia verstaubt und antiquiert? Werden 3D-Modelle überbewertet und sollten der Privatwirtschaft überlassen werden? Das Ministerium des Innern ist dieser Fragestellung gemeinsam mit der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), der Firma imp GmbH und weiteren Behörden nachgegangen. Hierzu wurden in einem Pilotprojekt – am Beispiel der Stadt Cottbus – die differenzierten Methoden zur Erstellung eines 3D-Stadtmodells aus den Daten der Vermessungsverwaltung, der Stadtverwaltung Cottbus und den Fachdaten der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie deren Nutzen erörtert.
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Beate Ehlers
Wie wichtig ein transparenter Grundstücksmarkt ist, hat die weltweite Finanzmarktkrise gezeigt. Die Gutachterausschüsse sind hier besonders gefordert: aus der ständigen Marktbeobachtung müssen verlässliche Daten abgeleitet werden, die eine sachgerechte, belastbare und objektive Immobilienbewertung erst möglich machen. Dabei ist zunehmend die Einordnung in größere Zusammenhänge und die Vergleichbarkeit sowie Standardisierung der für die Wertermittlung erforderlichen Daten gefordert. Durch die Finanzverwaltung werden erhöhte Ansprüche an die Wertermittlungsinformationen zur steuerlichen Bewertung gestellt. Gleichzeitig hat sich die Aufgabenwahrnehmung und Bereitstellung der Daten durch technologische Entwicklungen verändert. Die neue Gutachterausschussverordnung, deren Grundzüge hier vorgestellt werden, soll den notwendigen rechtlichen Rahmen für die zukünftige Aufgabenwahrnehmung schaffen.
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Hartmut Asche, Rita Engemaier, Julia Hoffmann
Seit zwei Jahren bietet die Universität Potsdam den Masterstudiengang Geoinformation und Visualisierung an. Der interdisziplinäre Aufbaustudiengang mit einer Regelstudienzeit von zwei Jahren vermittelt fundiertes theoretisches, methodisches und instrumentelles Spezialwissen in der Entwicklung und Anwendung von Geoinformationssystemen, der Erfassung, Nutzung und Veredelung von Geoinformationen für die Bearbeitung und Lösung breit gefächerter raumbezogener Aufgaben. Durch die Kombination von Lehranteilen aus Geoinformatik mit Computergrafik auf einem Fundament aus Informatik und Erdwissenschaften besitzt der Studiengang eine bundesweite Alleinstellung. Studium und Lehre sind eingebettet in den ebenso traditionsreichen wie zukunftsorientierten Geostandort Brandenburg-Berlin, der durch die höchste Dichte an Forschungsinstituten und Unternehmen der Geoinformationswissenschaft und -wirtschaft in Europa gekennzeichnet ist.
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Heinz-Hermann Herbers
Die deutsche Verwaltung steckt mitten in einer der tiefgreifendsten Veränderungen der vergangenen 200 Jahre. Neue Medien verlangen die Anpassung und teilweise Neuerfi ndung von Strukturen und Prozessen. Gleichzeitig verschlechtern sich die Rahmenbedingungen durch den demografischen und strukturellen Wandel. 360°-Fachmagazin für das Management im öffentlichen Sektor hat mit Heinz-Hermann Herbers, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb BRIEF Öffentlicher Sektor, über Change Management und E-Government gesprochen.
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Wolfgang Crom
Mit dieser Aufforderung beginne ich gerne eine Führung durch die Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Als Antwort höre ich zumeist den Namen „Mercator”, vielleicht noch „Ortelius”, aber dann beginnt das Geraune, das nach meiner Aufforderung: „Nennen Sie mir einen zeitgenössischen Kartographen!” in betretenes Schweigen übergeht.
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