
Thema:
Datum: am 10. und 11.09.2010
Ort: Cottbus – Konservatorium
Tagesordnung:
| TOP | |||
|---|---|---|---|
| TOP 0 Begrüßung zum Brandenburger Geodätentag | |||
| TOP 1 Grußwort des Innenministers | |||
| TOP 2 Festvortrag ”Die Lausitz – eine Landschaft im Wandel” | |||
| TOP 3 Länderbericht Berlin | |||
| TOP 4 Neues aus dem MI | |||
| TOP 5 20-jährige Entwicklung der Katasterverwaltung | |||
| TOP 6 Qualitätsverbesserung im Liegenschaftskataster | |||
| TOP 7 Aktuelle Aspekte des Bauordnungsrechtes | |||
| TOP 8 Unternehmensflurbereinigung Spreebogen | |||
| TOP 9 Bearbeitung von Flurbereinigungsverfahren durch eine beliehene Stelle | |||
| TOP 10 Aufsicht über die ÖbVI | |||
| TOP 11 Praxisbericht einer ÖbVI | |||
| TOP 12 Sind unsere Katasterdaten fit für ALKIS®? | |||
| TOP 13 Erläuterungen zum Gebührenanspruchserlass | |||
| TOP 14 Angelegenheiten des Liegenschaftskatasters | |||
| TOP 15 SAPOS-Qualitätsmanagement | |||
| TOP 16 Bereitstellung zentraler GDI-Komponenten | |||
| TOP 17 Geodatenmarkt und ÖbVI | |||
| TOP 18 Bodenradar zur Grenzsteinsuche | |||
| TOP 19 Abschlussvortrag ”Rohstoffgewinnung und Vermessung – eine starke Partnerschaft in Berlin und Brandenburg” |
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| Leitung der Sitzung: | Herr Blaser (MI) | Protokollführung: | Frau Smola (LGB) |
| Herr Tilly (LGB) | |||
| Herr Peter (BDVI) | |||
Besprechungsergebnisse:
TOP 0 Begrüßung zum Brandenburger Geodätentag
Herr Blaser (MI) eröffnet die Tagung mit der Begrüßung der Anwesenden, besonders der Gäste aus den anderen Bundesländern und des Festredners Herrn Prof. Kuhn. Herr Blaser übergibt das Wort an den Bürgermeister der Stadt Cottbus, Herrn Kelch, der stellvertretend für den Oberbürgermeister ein Grußwort an die Anwesenden richtet.
Herr Peter (BDVI) freut sich über die hohe Resonanz der Fachtagung und bedankt sich bei den Organisatoren der Veranstaltung. Er blickt zurück auf das vergangene Jahr, in dem mit Spannung auf die neuen Vorschriften geschaut wurde. Herr Peter verweist auf die dazu durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen zur VVLiegVerm und zu AAA.
Abschließend würdigt er die langjährige Tätigkeit des verstorbenen BDVI-Vorsitzenden ÖbVI Wolfgang Schultz und bittet alle Anwesenden, diesem in einer Schweigeminute zu gedenken.
TOP 1
Grußwort des Innenministers
Herr Blaser entschuldigt den Innenminister, der leider kurzfristig absagen musste.
TOP 2
Festvortrag ”Die Lausitz – eine Landschaft im Wandel”
Herr Prof. Kuhn, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land, nimmt die Anwesenden mit auf eine lebhafte Reise durch die neu entstandene und noch entstehende Landschaft der Lausitz. Er berichtet in seinem Vortrag von der Ausstellung „Die Neueroberung einer Landschaft” und den 30 IBA-Projekten, in denen deutlich erkennbar sei, dass diese durch Menschenhand entstanden sind. Bleibenden Eindruck hinterlässt der Vortag durch das Engagement und die Freude am Erreichten, was den Zuhörern durch Fotos der F60, der Biotürme sowie durch visionäre Bilder vom Stadthafen Senftenberg und dem schwimmenden Erlebniscenter Bergheider See dargestellt wird.
Die Lausitz – eine Landschaft im Wandel (von Herrn Prof. Kuhn)
TOP 3
Länderbericht Berlin
Aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin referiert Herr Luckhardt über das Ziel der Modernisierung der Berliner Verwaltung und den Weg dorthin. Er informiert über Aufgabenwahrnehmung und Aufgabenverteilung der Berliner Geoinformations- und Vermessungsverwaltung.
Länderbericht Berlin (von Herrn Luckhardt).
Herr Rek, Vorsitzender der BDVI-Landesgruppe Berlin, berichtet über die neuen Entwicklungen aus Sicht der ÖbVI. In seinem Vortrag informiert er über die Organisation der Landesgruppe Berlin, die gesetzlichen Vorgaben und die Vergütung der ÖbVI. Er unterrichtet weiter über den Stand zu SAPOS, ALKIS und die Novellierung des Vermessungsgesetzes.
Bericht der BDVI Landesgruppe Berlin (von Herrn Rek)
TOP 4
Neues aus dem MI
Über die Zusammenlegung der Referate III/4 und I/3G seit 01.05.2010 informiert Herr Blaser, der mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt ist. Er spricht zur Vorschriftenlage im amtlichen Vermessungswesen, zum INSPIRE-Umsetzungsgesetz und zur EFRE-Förderung für die Geodateninfrastruktur.
Neues aus dem MI (von Herrn Blaser)
TOP 5
20-jährige Entwicklung der Katasterverwaltung
Zur Entwicklung der Katasterverwaltung in den zurückliegenden 20 Jahren berichtet Herr Proft (KB MOL). In seinem Referat erinnert er an die Anfänge und gibt einen Abriss über wesentliche Etappen in der Entwicklung der Katasterbehörden.
20-jährige Entwicklung der Katasterverwaltung (von Herrn Proft)
TOP 6
Qualitätsverbesserung im Liegenschaftskataster
In einem zweigeteilten Vortrag sprechen Herr Schöne (KB SPN) und Herr Arlt über die Qualitätsverbesserung im Liegenschaftskataster. Herr Schöne beginnt mit Ausführungen zur Historie und der daraus resultierenden Problematik für die Katasterbehörden. Er beschreibt den Verfahrensstand in der Katasterbehörde des Landkreises Spree-Neiße und die Motivation zur Begleitung der Diplomarbeit von Herrn Arlt. Dieser stellt das konkrete Projekt, das Ziel und das Ergebnis seiner Diplomarbeit vor.
Qualitätsverbesserung im Liegenschaftskataster (von Herrn Schöne)
Vorstellung der Diplomarbeit zu QL (von Herrn Arlt)
TOP 7
Aktuelle Aspekte des Bauordnungsrechtes
Herr Peter (BDVI) entschuldigt Herrn Förster, der kurzfristig abgesagt hat.
Herr Peter berichtet von den Vorbesprechungen des BDVI mit der Obersten Baubehörde zum Leitfaden ”ÖFFENTLICHES BAURECHT UND VERMESSUNG”. Inhalt dieses Leitfadens ist die im Jahr 2008 mit der Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung in § 4 Abs. 3 BbgBO eingeführte baurechtliche Kontrollpflicht der Vermessungsstelle.
Leitfaden (von der BDVI-Landesgruppe)
TOP 8
Unternehmensflurbereinigung Spreebogen
Über eine Unternehmensflurbereinigung referiert Frau Reppmann (LELF). Sie berichtet von den Voraussetzungen, den Vorteilen und dem Ziel dieses Verfahrens. Mit eindrucksvollen Fotografien der Spreeaue vor Maßnahmebeginn sowie während und nach dem Verfahren verdeutlicht sie die strukturellen Veränderungen.
Unternehmensflurbereinigung Spreebogen (von Frau Reppmann)
TOP 9
Bearbeitung von Flurbereinigungsverfahren durch eine beliehene Stelle
Herr Derksen (ÖbVI) informiert über die Bearbeitung von Flurbereinigungsverfahren als beliehene Stelle. Er berichtet über die Tätigkeiten der Verfahrensbearbeitung von der Legitimation der Beteiligten, über die Erstellung des Wege- und Gewässerplanes, des Bodenordnungsplanes bis hin zur Grundbuchberichtigung.
Bearbeitung von Flurbereinigungsverfahren durch eine beliehene Stelle (von Herrn Derksen)
TOP 10
Aufsicht über die ÖbVI
Nach einführenden Worten von Herrn Tilly (LGB) verbunden mit dem Appell an alle ÖbVI, alle Kostenbescheide nach den geltenden Vorschriften zu erstellen, berichtet Frau Thomalla (LGB) über die Tätigkeiten der Aufsichtsbehörde. Sie informiert über die Ergebnisse der Prüfungen der Gebührenfestsetzungen, die seit Mai 2010 unabhängig von den Geschäftsprüfungen erfolgen. Sie geht auf die häufigsten formellen und materiellen Fehler der Gebührenbescheide ein. Frau Thomalla weist darauf hin, dass auch bei ausbleibenden Zahlungseingängen kein Zurückbehaltungsrecht für Vermessungsschriften durch die ÖbVI besteht. Frau Thomalla gibt Hinweise zu zwei aktuellen Rundschreiben (Widerspruchsverfahren und Geschäftsbuch) und zum Erlöschen der Zulassung wegen Erreichen der Altersgrenze.
Aufsicht über die ÖbVI (von Frau Thomalla)
TOP 11
Praxisbericht einer ÖbVI
Über die Vor- und Nachteile einer Kooperation spricht Frau Umpfenbach (ÖbVI). Sie verweist darauf, dass die Grundlage einer funktionierenden Kooperation eine gemeinsame Basis und Grundrichtung sein sollte. Neben verschiedenen Vorteilen, wie Arbeitsteilung und Kommunikation, beleuchtet die ÖbVI auch die möglichen Nachteile einer Kooperation. Im Hinblick auf die Zukunft sieht Frau Umpfenbach gute Möglichkeiten der Entwicklung auch anderer Aufgabenfelder innerhalb einer Kooperation.
Der Vortrag wird in der Vermessung Brandenburg 1/2011 veröffentlicht.
TOP 12
Sind unsere Katasterdaten fit für ALKIS®?
Herr Blaser entschuldigt das kurzfristige Fehlen von Herrn Masur (MI) und beantwortet die Frage, ob die Katasterdaten fit für ALKIS sind, mit einem Ja. Herr Blaser verweist auf das Protokoll zum Brandenburger Geodätentag, dem detaillierte Ausführungen zum Ziel, zu Maßnahmen, zum Stand der Arbeiten, der Probemigration und dem Ausblick zu entnehmen sind.
Sind unsere Katasterdaten fit für ALKIS®? (von Herrn Masur)
TOP 13
Erläuterungen zum Gebührenanspruchserlass
Über die Ausbildung in der Zentralen Aus- und Fortbildungseinrichtung (ZAF), die sich seit September 2008 am Betriebssitz der LGB in Frankfurt (Oder) befindet, berichtet Herr Bergweiler (LGB). Er lobt die durch den Umzug verbesserten Bedingungen hinsichtlich der räumlichen und technischen Ausstattung. Er gibt einen Überblick über die Schwerpunktaufgaben der Ausbildung. An Hand von Grafiken erläutert Herr Bergweiler die Entwicklung der Anzahl der Ausbildungsbetriebe und die rückläufigen Neueinstellungen von Auszubildenden. Er appelliert an alle potentiellen Ausbildungsbetriebe, jungen Menschen die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen.
Erläuterungen zum Gebührenanspruchserlass (von Herrn Zöllner)
TOP 14
Angelegenheiten des Liegenschaftskatasters
In Auswertung der durchgeführten Seminare zur VVLiegVerm geht Herr Dreßler (MI) auf zwei Aspekte genauer ein. Er erläutert das Verfahren der Berichtigung fehlerhafter Daten und beschreibt die Anforderungen an die Einmessung baulicher Anlagen im Hinblick auf den Grenzbezug. In seinem Vortrag informiert er weiter über die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes.
Angelegenheiten des Liegenschaftskatasters (von Herrn Dreßler)
TOP 15
SAPOS-Qualitätsmanagement
Herr Reinkensmeier (LGB) definiert den Begriff Qualität in Bezug auf SAPOS. Er merkt an, dass nicht jedes Qualitätskriterium in der SAPOS-Zentrale messbar ist. Aus diesem Grund wurde eine Befragung initiiert, die sich an alle Nutzer gerichtet hat und Aufschluss über die Anforderungen und die Zufriedenheit geben soll. Herr Reinkensmeier bedankt sich bei allen Teilnehmern der Befragung und berichtet vom Ergebnis.
SAPOS-Qualitätsmanagement (von Herrn Reinkensmeier)
Im Anschluss an die Fachvorträge wurden durch Herrn ÖbVI Peter, Vorsitzender der BDVI-Landesgruppe, unter allen Teilnehmern, die an der Befragung teilgenommen haben, folgende Gewinner ausgelost:
- Herr Tom Fischer, KB Oder-Spree
- Herr Bernd Mengelkamp, ÖbVI
- Herr Mirko Smentek, IB Noffke
- Herr Thorsten Thielisch, MärkSat
- Herr Sebastian Dietrich, Leica Geosystems
TOP 16
Bereitstellung zentraler GDI-Komponenten
IVon den Aufgaben des GeoServiceCenters berichtet Herr Sorge (LGB). Diese umfassen unter anderem den Aufbau, Betrieb und Empfehlungen der zentralen Komponenten. Er informiert über die Grundlagen, Voraussetzungen und Leistungen des Serviceportals für Metadaten. Er gibt einen Ausblick für den kurzfristig anstehenden Start und die damit verbundenen Schulungen.
Bereitstellung zentraler GDI-Komponenten (von Herrn Sorge)
TOP 17
Geodatenmarkt und ÖbVI
Die Initiative des BDVI, sich im Bereich der GDI-Komponenten einzubringen, erläutert Herr Peick (ÖbVI). Idee des BDVI ist die Gründung einer BDVI-Gesellschaft als Grundlage für die Fördermittelbeantragung. Herr Peick spricht über das derzeitige Ergebnis und stellt die gisgeoservices GmbH & CO. KG i. Gr. vor.
Geodatenmarkt und ÖbVI (von Herrn Peick)
TOP 18
Bodenradar zur Grenzsteinsuche
Über die Vision und die ersten Versuche der Umsetzung, Grenzsteine im Erdreich mittels Radar zu suchen und zu finden, berichtet Herr U. Krause (ÖbVI). In seinem Vortrag zeigt er die Ergebnisse und zugleich die Hemmnisse der momentanen Radarsuche auf. Er erklärt anschaulich, welche Hürden es noch zu überwinden gibt und dass es noch einiger Forschungsarbeit bedarf, bis die Grenzsteinsuche per Radar zur Erleichterung für jedermann werden kann.
TOP 19
Abschlussvortrag ”Rohstoffgewinnung und Vermessung – eine starke Partnerschaft in Berlin und Brandenburg”
Herr Dr. Freytag (LGBR) informiert in seinem Vortrag über die Rohstoffgewinnung sowie die Rohstoffsicherung. Er schlägt dabei einen Bogen zwischen der Rohstoffgewinnung in Brandenburg und der Vermessung und gibt einen Überblick über die Bergbehörde und den Bergbau in Berlin und Brandenburg. Herr Dr. Freytag berichtet über flächenhafte Auswertungen von Satellitenradarmessungen im Zusammenhang mit Bodenbewegungen vom Untergrundspeicher Berlin. Er berichtet weiter, dass allein in der Lausitz 15 Flurbereinigungsverfahren der LMBV mit ca. 41.500 ha durchgeführt werden.
Rohstoffgewinnung und Vermessung (von Herrn Freytag)