Neues Archiv 2008


GIW-Leitprojekt Rohstoffinformationssystem Brandenburg im Rahmen der Geodateninfrastruktur in Betrieb genommen

Am 13.10.2008 haben die Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, das Landesumweltamt, das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe mit der Steine und Erden Servicegesellschaft die Vereinbarung für den Aufbau eines Rohstoffinformationssystems-Brandenburg im Rahmen der GDI-BB abgeschlossen. Ein 25 km² großes Testgebiet kann unter http://www.georohstoff.org/ eingesehen werden. Angemeldete Nutzer können jedoch über das Online-Portal www.GisInfoService.de flächendeckend die Geoinformationen des Rohstoffinformationssystems beziehen.

Logo GDI-BB

Nutzen und Motivation des Rohstoffinformationssystems Brandenburgs:

In Deutschland werden in ca. 5.000 Rohstoffgewinnungsstätten pro Jahr rund 800 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe gefördert. Das sind jährlich ca. 10 Tonnen pro Einwohner. Im Rohstoffsektor arbeiten 1,2 Millionen Menschen. Die Versorgung der Wirtschaft und der öffentlichen Hand mit mineralischen Rohstoffen ist von einer kostengünstigen, umweltverträglichen, sicheren und möglichst ortsnahen Rohstoffgewinnung abhängig. Die langfristig sichere, verbrauchsnahe Rohstoffversorgung konkurriert allerdings mit anderen Nutzungsansprüchen, wie z. B. der Wasserwirtschaft, dem Natur-, Landschafts- und Vogelschutz und der Bauplanung.

Um auf die relevanten Rauminformationen aktuell und vollständig zugreifen zu können, hat der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) das Online-Portal www.GisInfoService.de entwickelt. Der Bundesverband Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BBS) sowie der Verband Rohstoffe und Bergbau e.V. (VRB) empfehlen die bundesweite Einführung von GisInfoService. In der Kommission für Geoinformationswirtschaft des Bundeswirtschaftsministeriums (GIW-Kommission) wurde speziell für die Visualisierung der Ergebnisse des GIW-Leitprojektes ”GeoRohstoff” das Portal http://www.georohstoff.org/ konzipiert. Ausgehend von einer Rohstoffkarte Deutschlands können konkurrierende Interessen auf Bundes- und Länderebene zugeschaltet oder zur ”scharfen” Anwendung für die Rohstoffbetriebe gewechselt werden.

 

nach oben